Aktives JA zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen!

Anlässlich des Kindertages fordert der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) die Mitglieder des Landtages und die Landesregierung dazu auf, die Mitbestimmung junger Menschen verstärkt zum Thema zu machen. „Es geht dabei vor allem darum, Kinder und Jugendliche als Experten in eigener Sache zu sehen und nicht als unfertige Erwachsene.“ fordert Nicole Stelzer (Geschäftsführerin KJR LSA). „Kinder und Jugendliche müssen von Geburt an die Möglichkeit erhalten, ihrem Alter entsprechend über sich und ihre Umwelt mitentscheiden zu können.“

Mitbestimmungen von jungen Menschen bedeutet aus Sicht des KJR LSA zudem mehr als die Einbeziehung bei der Planung eines Spielplatzes. „Es geht darum, alle Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen auf Mitbestimmungsmöglichkeiten hin zu gestalten. Wir fordern dabei zum einen die Stärkung von bestehenden Möglichkeiten, zum Beispiel in der Schule und im Wohnumfeld, aber auch das Suchen von neuen Wegen, zum Beispiel mit Hilfe des Internets.“ erläutert Stelzer. Dabei ist aus Sicht des KJR LSA Kreativität gefragt. „Schon jetzt werden die Landtagssitzungen live im Internet übertragen, warum ergänzt man dies nicht noch durch ein Angebot in Form eines Forums oder einer Diskussionsplattform. Dies würde Abgeordneten und allen Menschen, also auch Kindern und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt, die Möglichkeit eröffnen, über die aktuelle Debatte in die Diskussion zu kommen.“ regt die Geschäftsführerin an.

Insgesamt hat der Landtag viele Möglichkeiten, mehr Mitbestimmung zu ermöglichen. So ist er zum Beispiel zuständig für die Gesetzgebung im Bereich der Kinderförderung, der Gemeindeordnung oder der Schule. Als eine solche Möglichkeit benennt Stelzer das Thema Einwohnerantrag: „Schon jetzt dürfen sich Jugendliche ab 14 Jahren in ihrer Stadt an einem Einwohnerantrag beteiligen, wenn sich dieser mit Belangen von Jugendlichen befasst. Kommt eine bestimmte Anzahl an Unterschriften zusammen, muss sich der Stadtrat dann mit dem Thema des Einwohnerantrages beschäftigen. Wir freuen uns, dass dieses Recht gesetzlich verankert ist, aber wir dürfen hier nicht stehen bleiben. Es geht darum, genau hinzugucken. Warum dürfen Jugendliche unter 16 nur zu bestimmten Themen Stellung nehmen? Haben sie etwa keine Meinung zur Gestaltung der Innenstadt? Ist es für junge Menschen nicht ungleich schwerer, einen Einwohnerantrag zu formulieren oder sich daran zu beteiligen? “

Aus Sicht des KJR LSA geht es neben der Stärkung der Beteiligungsrechte auch um eine transparentere Arbeit der Kommunalparlamente und des Landtages. Nicht nur für junge Menschen ist es wichtig, politisches Handeln nachvollziehbarer zu machen. „Politik wirkt manchmal wie eine Black-Box: Man gibt ein Problem hinein und am Ende kommt nach einem Jahr eine Entscheidung raus,“ erläutert Stelzer die Sichtweise von außen. „Wir alle müssen lernen, gerade jungen Menschen gegenüber zu erläutern, was in diesem Jahr passiert und wo sie sich einbringen können.“ Nur wenn das gelingt, wird Mitbestimmung möglich.

 

Kontakt
Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
Schleinufer 14
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 / 53 53 94 80
Fax: 0391 / 597 95 38
E-Mail:
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Web: www.kjr-lsa.de

 

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist der Zusammenschluss von 23 landesweit tätigen Jugendverbänden, 3 Dachverbänden sowie der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendringe der kreisfreien Städte und Landkreise. Er vertritt die Interessen der Kinder und Jugendlichen sowie seiner Mitglieder gegenüber dem Land Sachsen-Anhalt und der Öffentlichkeit. Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist Träger der Landeszentralstelle juleica. Für Nachfragen steht Ihnen der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. gern zu Verfügung.

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