Jugend Macht Zukunft!

Junge Menschen haben kein Interesse an Politik? Fehlanzeige! Die 40 Teilnehmer*innen der Open Space Konferenz zeigten am vergangenen Wochenende, dass sie sehr wohl politisch interessiert sind. Und nicht nur das. Die jungen Sachsen-Anhalter*innen im Alter von 8 – 26 Jahren forderten auch ihr Recht auf Mitentscheiden ein!

„Wir sind die Zukunft, wir wollen sie auch gestalten!“, so bringt es die Teilnehmerin Steffi (25) aus Magdeburg auf den Punkt. Und um ganz viel Mitgestaltung ging es bei der Open Space Konferenz am 25. und 26. April 2014 in Magdeburg veranstaltet vom Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt und dem Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes. Diese Konferenz stand unter dem Motto „Jugend Macht Zukunft“ und war der Auftakt für die Erarbeitung des jugendpolitischen Programms für das Land Sachsen-Anhalt.

Die Teilnehmenden wurden durch den Minister für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, Norbert Bischoff, begrüßt. Dieser betonte, welche Herausforderung bei der Erarbeitung des jugendpolitischen Programms anstehe und dass er sehr an den Themen der jungen Menschen interessiert sei. Jugendpolitik ohne junge Menschen kann keine Jugendpolitik sein. Dieses bekräftigt auch Fabian Pfister vom Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt. „Junge Menschen interessieren sich für vielfältige Themen. Nicht nur für das, was gerade direkt vor ihren Augen geschieht. Ihnen ist neben der Gegenwart auch die Zukunft der Gesellschaft in der sie leben wichtig. Daher wollen wir die Meinungen, die Kritik und die Ideen der jungen Menschen aufnehmen und mit Ihnen auf den demokratischen Weg bringen.“

Zu Beginn der Open Space Methode sammelten die Teilnehmenden mit Hilfe eines „Marktplatzes“ ihre eigenen Themen, Ideen und Anliegen. Diese wurden dann in den zwei Tagen in Kleingruppen bearbeitet. „Wir hatten Gesprächsstoff für eine ganze Woche“, resümierte Felix (19) aus Dahlenwarsleben die Themenvielfalt. Diese reichte von Mitbestimmung, Wahlalter absenken, langwierige politische Entscheidungsprozesse über Anlaufstellen für LGBT-Jugendliche, Verbesserung der Jugendkultur, Schüleraustauschprogramme bis hin zu Schulschließungen.

Die Open Space Konferenz ist der Startpunkt für den Prozess der Erarbeitung des jugendpolitischen Programms für Sachsen-Anhalt gewesen.

In den nun folgenden Monaten können sich die jungen Menschen stetig weiter mit den vorhandenen oder neuen Themen auseinandersetzen. Dazu stehen Unterstützungen in Form der Finanzierung von Mikroprojekten zur Verfügung. Aber auch die Diksussion wird weitergeführt. In Kürze geht wird ein ePart-Tool die Themen der Konferenz online abbilden und diese zur weiteren Debatte anbieten. Und auch in der Rolle von Expert*innen in eigener Sache, werden junge Menschen den Prozess weiter begleiten.

Der Beteiligungs- und Erarbeitungsprozess hat gerade erst begonnen. Und jeder junge Mensch, der sich beteiligen möchte, mitdiskutieren will, ist herzlich willkommen.

Weitere Infos jederzeit unter: www.JugendMachtZukunft.de

Zitate der Teilnehmer*innen:

Aljona (24), Halle: „Am besten hat mir gefallen, dass die Open Space Konferenz mir die Möglichkeit gegeben hat, mich mit sehr unterschiedlichen Personen auszutauschen, welche nicht nur unterschiedlich alt sind, sondern auch aus unterschiedlichen „Nischen“ kommen. Dadurch konnte man eine Einsicht in unterschiedliche Sichtweisen bekommen und konnte viel Neues erfahren. Beim Besprechen der Themen konnte man deshalb auch, zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen, auf die man selbstständig nicht gekommen wäre.“

Lisa (21), Oebisfelde: „Ich würde mir wünschen, dass die Stimme der Jugendlichen hier vor Ort gehört wird und zumindest einige unserer Ideen umgesetzt werden und sich dadurch für die Kinder und Jugendlichen in LSA tatsächlich eine positive Veränderung einstellt.“

Kevin (16), Bernburg: „Ich fand die 2 Tage sehr gut! Man konnte viele wichtige Themen besprechen und Möglichkeiten finden, sie zu lösen. Ich würde immer wieder mitmachen bei einer Open Space Konferenz! PS: Sowas müsste mal 3 Tage gehen!“

Florian (15), Halle: „Die Anregungen sollen beachtet werden.“

Joyce (8), Schönebeck: „Ich finde das Thema mit dem Spielplatz wichtig.“

Roxana (20), Halle: „Ich finde die Chance, die wir bekommen haben, einfach super. Die Frage ist, in wie weit unsere Ideen integriert und umgesetzt werden.“

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