Jugendförderung soll gesetzlich verankert werden

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. begrüßt das Vorhaben der Landesregierung.

Der vorgelegte Entwurf der Regierungsfraktionen zur Neuordnung der Jugendförderung setzt aus Sicht des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) ein wichtiges und notwendiges Signal für die Kinder- und Jugendarbeit im Land. „Die Regierung bekennt sich damit nach den Kürzungen von Jugendpauschale und Fachkräfteprogramm im letzten Jahr nun nachhaltig zur Kinder- und Jugendarbeit vor Ort,“ bewertet Stefan Brüne (Vorstand des KJR LSA) den Entwurf positiv. Die gesetzliche Verankerung würde laut KJR LSA für die Städte und Landkreise endlich Planungssicherheit bringen.

„Es ist nicht zu unterschätzen, wie wichtig ein solches Signal für die Aktiven in der Jugendarbeit, in den Jugendclubs und Jugendverbänden vor Ort ist,“ stellt Nicole Stelzer, Geschäftsführerin des KJR LSA, fest. „Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit arbeiten Ehrenamtliche und Hauptamtliche mit viel Engagement Hand in Hand. Sie eröffnen gemeinsam jungen Menschen Freiräume, z.B. durch Jugendräume und Jugendclubs, schaffen Erfolgserlebnisse durch gemeinsame Projekte, geben Raum für Mitbestimmung und bieten jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, um Verantwortung zu übernehmen. Es ist gut, wenn Politik dies sieht und deutlich macht, dass es notwendig ist, diese Arbeit auch zukünftig zu fördern und auf sichere gesetzliche Grundlagen zu stellen.“

Der Gesetzesentwurf sieht vor, die beiden ehemaligen Landesprogramme Jugendpauschale und Fachkräfteprogramm zu verbinden und im Kinder- und Jugendhilfegesetz des Landes verbindlich zu verankern. Die Fördersumme wird dabei in einer Höhe von 7,4 Millionen Euro im Gesetz festgeschrieben. „Die Zusammenlegung bedeutet, dass an vielen Stellen Bürokratie wegfällt, die Gelder aber weiterhin für die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort zur Verfügung stehen. Das begrüßen wir sehr, denn es erleichtert auch die Praxis in den Einrichtungen,“ so Nicole Stelzer. Ebenfalls schreibt der Entwurf eine verpflichtende Mitfinanzierung der Landkreise und kreisfreien Städte fest. Diese müssen dreißig Prozent der Finanzierung aufbringen.

Die Förderung wird zudem an weitere Bedingungen geknüpft. Zukünftig sollen die Gelder erst fließen, wenn im Landkreis bzw. in der kreisfreien Stadt eine aktuelle Jugendhilfeplanung vorliegt. Die Jugendhilfeplanung legt dabei beispielsweise fest, was es im Landkreis oder der kreisfreien Stadt an Projekten, Aktionen oder auch Jugendräumen für junge Menschen geben muss. „Dies ist enorm wichtig,“ betont Stefan Brüne „denn Jugendhilfeplanung bedeutet auch, dass Kinder und Jugendliche in diese Planungen einbezogen werden müssen. So wird abgesichert, dass die Landesmittel dahin fließen, wo sie gebraucht werden.“

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