Junge Menschen wollen ihre Zukunft in Sachsen-Anhalt mitbestimmen!

Im Rahmen des Jugendbeteiligungsprojektes „Jugend Macht Zukunft“ haben Kinder und Jugendliche aus ganz Sachsen-Anhalt 885 Ideen, Zukunftsvorstellungen und Forderungen für das von der Landesregierung zu erarbeitende Jugendpolitische Programm gesammelt. Die vielfältigen Forderungen zeigen, dass junge Menschen sich für ein breites Spektrum von Themen interessieren und in politische Entscheidungen eingebunden werden wollen.

Im Rahmen des Projektes „Jugend Macht Zukunft“ hatten junge Menschen ein Jahr lang die Möglichkeit, sich durch einen breit angelegten Partizipationsprozess an der Entwicklung des Jugendpolitischen Programms zu beteiligen. In den verschiedenen Projektbausteinen von „Jugend Macht Zukunft“, unter anderem einer Open Space Konferenz, einer Vielzahl von Mikroprojekten, hunderten Meinungskarten, einem ePartool zur Onlinebeteiligung und jugendlichen Expert*innenforen, brachten sich junge Menschen im Alter von sechs bis 26 Jahren aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes Sachsen-Anhalt ein. „Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist ein demokratisches Sprachrohr für die Anliegen junger Menschen. Uns ist es wichtig, Kinder und Jugendliche auch selbst zu Wort kommen zu lassen, denn als Expert*innen in eigener Sache wissen sie, was für ihre Zukunft wichtig ist“, sagt Fabian Pfister, Vorsitzender des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.

Insgesamt erreichten den KJR LSA sagenhafte 885 Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus ganz Sachsen-Anhalt. Von „Mehr Mitbestimmung und geeignete Beteiligungschancen für Kinder und Jugendliche in all ihren Lebensbereichen“ über „Grenzüberschreitende Lernmobilität sollte ein Recht werden“ bis hin zu „Alle Menschen sollen gleich behandelt werden“ stellten Kinder und Jugendliche insgesamt 137 Hauptforderungen zu 13 verschiedenen Themenbereichen auf. Die zahlreichen und vielfältigen Beiträge junger Menschen zeigen, dass diese sowohl an der Gestaltung der eigenen Zukunft im Land Sachsen-Anhalt interessiert sind, als auch nach Möglichkeiten suchen, gehört zu werden und in den verschiedensten Themen mitbestimmen zu können. Durch die Fülle und Vielfältigkeit der Beiträge kann auch nicht davon gesprochen werden, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene seien nur an „ihren“ Themen interessiert. Sie werfen neben Sachsen-Anhalt spezifischen Themen den Blick weit über den Tellerrand hinaus und stehen für globale Angelegenheiten ein.

„Die Ergebnisse von „Jugend Macht Zukunft“ zeigen, dass Kinder und Jugendliche als gleichberechtigte Partner*innen ressortübergreifend in allen sie betreffenden Entscheidungen ernsthaft mit einbezogen werden wollen und sollen“, verdeutlicht Fabian Pfister. „Wir müssen Beteiligung von jungen Menschen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Notwendigkeit und Chance verstehen, um in diesem Land ein demokratisches Zusammenleben von früh an zu ermöglichen.“

Die Ideen und Themen sollen nun in das von der Landesregierung zu erarbeitende Jugendpolitische Programm einfließen. „Wir erwarten, dass sich nun intensiv und ernsthaft mit unseren Forderungen in allen zuständigen Ministerien auseinandergesetzt wird“, betonen die Jungen Zukunftsgestalter*innen – junge Menschen, die die inhaltliche Projektarbeit kontinuierlich begleiten. Ihnen sei bewusst, dass es Forderungen gibt, die einfacher umzusetzen sind, und andere, über die man in der Diskussion streiten müsse. „Aber unsere Forderungen dürfen nicht im Keller verschwinden. Wir werden dran bleiben und immer wieder nachhaken!“

Die Dokumentation und der Forderungskatalog von „Jugend Macht Zukunft“ ist auf der Internetseite des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. unter www.kjr-lsa.de abrufbar. „Jugend Macht Zukunft“ ist ein Projekt des Kinder und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

Hier könnt ihr euch alle Forderungen gesammelt anschauen.

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