Kindern und Jugendlichen Stimme geben!

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. fordert umfassende Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen: Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) fordert die Landes- und Kommunalpolitik auf, sich intensiv mit den Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen auseinander zu setzen. Eine der Forderungen des KJR LSA ist, dass Jugendliche zukünftig ab 16 Jahren nicht nur den Stadtrat, sondern auch den Landtag wählen dürfen. „Uns geht es darum, Jugendlichen eine Stimme zu geben“, erläutert Rolf Hanselmann, Vorstandsvorsitzender des KJR LSA den Beschluss, den die Mitglieder des KJR LSA auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung am 5.11.2011 getroffen haben. „Die Potentiale von Kindern und Jugendlichen sind vielfältig und müssen in diesem Land genutzt werden. Das heißt, die jungen Menschen ernst zu nehmen und ihrem Wunsch auf Mitbestimmung zu entsprechen.“

Doch die Forderung nach der Absenkung des Wahlalters ist nur einer von insgesamt fünf Punkten, für die sich der KJR LSA und seine Mitgliedverbände stark machen. So sollen Kinder und Jugendlichen zukünftig auch in den Städten und Gemeinden stärker mitreden dürfen. Hierfür bedarf es gesetzlicher Regelungen. „Andere Bundesländer haben uns hier viel voraus“, berichtet Hanselmann. „So schreibt Schleswig-Holstein seinen Städten und Gemeinden vor, Kinder und jugendliche zu fragen, bevor sie etwas entscheiden, was Kinder und Jugendliche direkt betrifft.“ Der Sachverstand von Kindern und Jugendlichen trägt so dazu bei, dass Schulwege sicherer und Spielplätze attraktiver werden.

Auf die Frage, ob Kinder und Jugendliche denn bereit und in der Lage seien, so viel Verantwortung zu übernehmen, entgegnet der Vorsitzende: „Selbstverständlich! Als Jugendverbände erleben wir jeden Tag Kinder und Jugendliche, die für sich und andere Verantwortung übernehmen.“ Er berichtet, dass bereits 16 Jährige selbstständig Kinder und Jugendgruppen leiten oder verantwortliche Aufgaben in den Vorständen von Vereinen übernehmen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass dort, wo wir bereit sind, Verantwortung abzugeben, dies von Kindern und Jugendlichen kompetent übernommen wird.“ Wichtig sei es zudem, Kinder und Jugendliche Schritt für Schritt auf solche Aufgaben vorzubereiten. „Die Übernahme von Verantwortung will gelernt sein. Wenn Kinder von Anfang an altersangemessen an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden, wachsen sie spielerisch in die Verantwortung hinein. Als Erwachsenen würden sie dann selbstverständlicher wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft übernehmen.

Wichtig ist aus Sicht des KJR LSA daher auch ein landesweites Gesamtkonzept für politische Partizipation junger Menschen. Eckpfeiler hierfür können neben der Senkung des Wahlalters und der Änderung der Gemeindeordnung, ein kinder- und jugendpolitisches Programm der Landesregierung, die Benennung eines Jugendbeauftragten und die Wiederaufwertung der Jugendpolitik als wichtiges und eigenständiges Politikfeld sein.

Der Beschluss zur Stärkung der Partizipation von jungen Menschen in Sachsen-Anhalt ist Ergebnis einer intensiven Diskussion auf der 27. Mitgliederversammlung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. am 05.11.2011. Er wurde durch die Mitglieder einstimmig angenommen.

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist der Zusammenschluss von 23 landesweit tätigen Jugendverbänden, 3 Dachverbänden sowie der Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendverbände der kreisfreien Städte und Landkreise. Er vertritt die Interessen der Kinder und Jugendlichen sowie seiner Mitglieder gegenüber dem Land Sachsen-Anhalt und der Öffentlichkeit. Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist Träger der Landeszentralstelle juleica.

Mehr Infos gibt es hier:

Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.
Schleinufer 14
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 / 53 53 94 80
Fax: 0391 / 597 95 38
E-Mail: info@kjr-lsa.de
Web: www.kjr-lsa.de

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