Sommerzeit ist Ferienzeit

In Sachsen-Anhalt starten in diesen Tagen die Schüler*innen in ihre wohlverdienten Ferien. Und zum Gelingen der Freizeitangebote tragen vor allem junge Engagierte bei. Diese werden in den Jugendverbänden mittels einer juleica-Schulung für dieses ehrenamtliche Engagement qualifiziert.

Viele junge Menschen nehmen in den Sommerferien an Ferienfreizeiten der Jugendverbände teil. Ob Tagesangebot im Jugendclub, ein organisierter Ausflug mit der Jugendgruppe oder ein mehrtägiges Zeltlager – die Angebote der Verbände sind vielfältig. „SJD-Die Falken bieten das ‚jufaca‘, das einwöchige Jugend-Falken-Camp an. Im katholischen Jugendzentrum Don Bosco in Magdeburg können Kinder und Jugendliche ab dem 11. Juli verschiedene Tagesaktivitäten wahrnehmen. Und das Jugendrotkreuz Sachsen-Anhalt bietet mit seinem ‚KinderSommer‘ ein unvergessliches, integratives Ferienerlebnis für alle Kinder an“, zählt Nicole Anger (Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.) auf. Das sind aber nur drei der vielen Angebote, die es landesweit in den Sommerferien geben wird. Vor allem die Jugendverbände bieten den jungen Menschen unvergessliche Tage und viele Erlebnisse.

Diesen Angeboten geht zumeist eine längere Vorbereitungsphase voraus. Diese Freizeiten werden in den Verbänden selbstständig von jungen Menschen für andere junge Menschen geplant. Sie organisieren Unterkünfte, Ausflüge, fragen Busunternehmen an und beantragen Geld bei öffentlichen Trägern. Während der Freizeit sind sie als Betreuer*innen aktiv und erste Ansprechpartner*innen für die jungen Teilnehmenden. Das alles können sie, weil sie sich dafür als ehrenamtliche Jugendleiter*innen in der juleica-Ausbildung qualifiziert haben. Im Rahmen der juleica-Ausbildung erlangen die Jugendleiter*innen zum einen wichtiges Wissen rund um die Lebenslagen junger Menschen. Sie setzen sich mit entwicklungspsychologischen Themen, aber auch mit Fragen der Partizipation im Jugendverband auseinander. Zum anderen erfahren sie praktische Methoden, eine Jugendgruppe zu leiten. Nicht fehlen dürfen Kenntnisse der Ersten-Hilfe. „Mit diesem umfangreichen Know-how sind die Jugendleiter*innen unersetzlich in der Kinder- und Jugendarbeit. Ohne sie wären viele der Freizeitangebote in unserem Bundesland nicht möglich“, betont Nicole Anger. Ehrenamtliche Jugendleiter*innen sind eine wichtige Unterstützung für ihren Verband.

Inhaber*innen einer Jugendleiter*innen-Card wissen, was sie tun, und tragen zur Professionalität in der Kinder- und Jugendarbeit bei. Sie sorgen dafür, dass vielfältige Freizeitangebote in Sachsen-Anhalt vorhanden sind. Die Bedeutung dieser ehrenamtlich Engagierten für die Kinder- und Jugendarbeit wird nochmal mehr deutlich, wenn man sich bewusst macht, dass sie selbst noch zur Zielgrupe der Jugendlichen / jungen Erwachsenen gehören. Juleica-Inhaber*innen gehen meist selbst noch zur Schule, befinden sich in der Ausbildung beziehungsweise dem Studium oder sind ganz frisch im Berufsleben. Neben ihren alltäglichen Verpflichtungen absolvieren sie die intensiven Schulungen und gestalten in ihrer eigenen Freizeit oder in ihrem Urlaub ehrenamtlich vielfältige Angebote.

2014 erhielten 675 neue Jugendleiter*innen nach erfolgreich absolvierter Ausbildung ihre Card. Die Mehrzahl der Karten-Inhaber*innen ist jünger als 27 Jahre. „Dass sie die Zeit und das Engagement aufbringen, neben eigenen Verpflichtungen ehrenamtlich aktiv zu werden, ist ihnen hoch anzurechnen! An dieser Stelle gilt unser Dank den vielen ehrenamtlichen Jugendleiter*innen! Ihnen und allen Kindern und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt wünschen wir eine begegnungs- und erlebnisreiche Ferienzeit“, wertschätzt die Geschäftsführerin den Einsatz der jungen Menschen.

Wer jetzt Interesse daran hat, selbst Jugendleiter*in zu werden, findet auf der Internetseite der Landeszentralstelle juleica die wichtigsten Infos.

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