Stärkere Rechte für junge Menschen

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. begrüßt die Vorschläge der Landtagskommission zur Parlamentsreform in Sachsen-Anhalt. Im Zuge der Reform sollen die Kinderrechte in die Landesverfassung aufgenommen werden. „Kinderrechte sind universelle Rechte. Ihre Aufnahme in die Landesverfassung ist daher ein konsequenter Schritt, den wir ausdrücklich begrüßen“, kommentiert Nicole Stelzer (Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. – KJR LSA) das Vorhaben der Landtagskommission. „Gerade vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels ist es für Sachsen-Anhalt besonders wichtig, dass junge Menschen noch stärker Beachtung in der Politik und Gesellschaft finden.“

Der KJR LSA sieht das Vorhaben als Signal der Landesregierung, künftig auf junge Menschen deutlich stärker als bisher zuzugehen. „Wir gehen davon aus, dass mit der Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung eine stärkere Beteiligung und Berücksichtigung von jungen Menschen im politischen Geschehen konsequent folgen wird“, äußert sich Stelzer. Sachsen-Anhalt steht mit diesem Beschluss im Rahmen der Parlamentsreform nicht am Ende, sondern am Anfang eines Prozesses. „Wenn die Kinderrechte in der Landesverfassung verankert sind, geht es darum, Stück für Stück einfachgesetzliche Regelungen so zu verändern, dass die Kinderrechte nicht leere Versprechungen bleiben, sondern Wirkungskraft erlangen“, macht die Geschäftsführerin die Forderung des KJR LSA deutlich. Als Interessenvertretung junger Menschen in Sachsen-Anhalt mahnt der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt seit langem fehlende Beteiligungsmöglichkeiten in der ganzen Breite für Kinder und Jugendliche an. Nach wie vor aktuell und noch offen in der Umsetzung sind u.a. die Absenkung des Wahlalters sowie mehr Beteiligungsrechte für junge Menschen in Kindertagesstätten, in Schulen und in den Kommunen. „Ein wichtiger zukunftsweisender Schritt wäre es auch, im Rahmen der Parlamentsreform die Änderung der Landesverfassung in Bezug auf das Wahlalter anzugehen! Die Absenkung des Wahlalters auf mindestens 16 Jahre bei Landtagswahlen würde deutlich machen, wie ernst jugendpolitisches Agieren im Land genommen wird. Nach wie vor werden die jungen Menschen von einem zentralen Instrument der Demokratie – den Wahlen – ausgeschlossen“, bedauert Nicole Stelzer.

Kategorien:
Startseite
Schlagworte:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Bitte beachte unsere Kommentarrichtlinien

Spamschutz *

YouthPOOL präsentiert